Die Reise im Detail
Für alle, die tiefer eintauchen möchten: woher Samhain kommt, wie das Wochenende aufgebaut ist und was dich an jeder der sieben Schwellen erwartet.
13.–15. November 2026 · Gemeinschaft Sonnenwald, Schwarzwald
Samhain ist ein altes Jahreskreisfest und eine Schwellenzeit zu Beginn der dunklen Jahreshälfte. Es ist verbunden mit Übergang, mit den Toten und den Ahnen. Seine Spuren reichen bis in die heutigen Halloween-Bräuche.
Wir nehmen diese Zeit zum Anlass, selbst für ein Wochenende aus dem Gewohnten herauszutreten.
Wir spielen. Wir zeigen uns und verhüllen uns. Wir setzen Masken auf und lassen andere fallen. Wir tanzen, fühlen, werden wild und werden still. Und wir wagen uns dorthin, wo wir noch nicht wissen, wer wir sein werden.
Durch den Schleier.
In die Dunkelheit.
Und zurück ins Leben.
Keine Workshops zum Auswählen, keine Parallelangebote: Als geschlossene Gruppe gehen wir auf eine zusammenhängende, immersive Reise. Das ganze Wochenende folgt einer rituellen Dramaturgie. Jede Schwelle baut auf der vorherigen auf und führt uns ein Stück weiter, bis wir am Ende bewusst zurückkehren.
Vom Alltag ins Hier und Jetzt.
Wir landen: im Körper, im Raum und miteinander. Bewegung, Begegnung, Klang und schließlich Stille führen uns aus dem Alltag in den gemeinsamen Schwellenraum.
Kannst du dich auf etwas einlassen, ohne zu wissen, was dabei herauskommt?
Raus aus dem Funktionieren.
Wir spielen, werden albern, begegnen uns und bewegen uns. Selbstbeobachtung, Anpassung und soziale Kontrolle dürfen leiser werden. Hier musst du nichts darstellen und nichts richtig machen.
Wer wirst du, wenn du aufhörst, dich selbst zu beobachten?
Unter die Oberfläche.
Wir gehen tiefer, zu dem, was wenig Raum bekommt und was wir zurückhalten oder im Dunkeln lassen. Dabei erinnern wir uns an die, die vor uns kamen: an das, was wir weitertragen, und an die Freiheiten, die wir heute anders leben können.
Welche Seiten von dir warten im Dunkeln darauf, gelebt zu werden?
Dem Ungelebten Gestalt geben.
Am Samstagabend beginnt die Verwandlung. Mit Maske, Kleidung, Schminke und Körper erschaffst du eine Gestalt. Du verkleidest dich nicht als jemand anderes, sondern gibst dem, was bisher kaum sichtbar war, für eine Nacht einen Ausdruck.
Was geschieht, wenn du dem Verborgenen in dir eine Gestalt gibst?
In die Dunkelheit.
Maskiert betreten wir gemeinsam die dunkle Tempelnacht. Sie ist ein ritueller Raum für Musik, Begegnung, Verkörperung, Sinnlichkeit, Wildheit, Stille und Ecstatic Dance. Das Bekannte tritt zurück, und wir lassen uns ins Nichtwissen fallen. Wir setzen eine Maske auf und dürfen dadurch unsere alltägliche ablegen.
Was geschieht, wenn du nicht wissen musst, wer du als Nächstes sein wirst?
Dem zuwenden, was wir sonst bekämpfen.
Nach der Nacht ändert sich die Richtung. Es kommt kein weiterer Höhepunkt, sondern Begegnung. In einer tiefen gemeinsamen Praxis wenden wir uns dem zu, was wir lieber loswerden würden: Ängsten, inneren Konflikten, schwierigen Gefühlen, wiederkehrenden Mustern. Wir wollen nichts wegmachen, sondern erforschen, was sich verändert, wenn wir hinschauen.
Was verändert sich, wenn du nicht länger gegen deinen Dämon kämpfst?
Zurück ins Leben.
Jede Reise über eine Schwelle braucht einen Weg zurück. Was war Spiel und darf Spiel bleiben? Was gehört nur in diese eine Nacht? Was möchtest du mehr leben? Wir schließen den Raum bewusst, damit die Erfahrung nicht verpufft, sondern ankommt.
Was nimmst du mit zurück in dein Leben?